Eine globale Geschichte des organisierten Verbrechens
Droemer Knaur Verlag, München 2026
ISBN
9783426659380 Gebunden, 432 Seiten, 36,00
EUR
Klappentext
Aus dem Englischen von Sylvia Bieker, Pieke Biermann, Gisela Fichtl und Anke Wagner-Wolff. Die organisierte Kriminalität ist ein weltweites Milliardengeschäft. Die internationalen Aktivitäten der Kartelle als Drogenhändler, Waffenschieber, Kapitalanlagebetrüger oder Scammer, als Geldwäscher oder Betreiber von Porno- und Prostitutionsringen sind weitreichend und von den zuständigen Behörden kaum zu fassen. Waren die kriminellen Machenschaften zunächst noch sehr lokal ausgerichtet, entwickelten sich nach dem 2. Weltkrieg neue Organisationen. Der Historiker Ryan Gingeras gibt einen umfassenden historischen Einblick in die Strukturen und Geschäftsfelder der organisierten Kriminalität: von Jesse James und Pablo Escobar bis zu modernen Verbrechersyndikaten in Nigeria oder Russland.
Rezensionsnotiz zu
Süddeutsche Zeitung, 04.05.2026
Rezensent Stefan Ulrich betrachtet das Mafia-Buch des Journalisten Ryan Gingeras mit gespaltenen Gefühlen. Einerseits schätzt er Gingeras' globalen Blick auf das Phänomen des organisierten Verbrechens, der auch historisch weit zurückgeht. Andererseits fehlt ihm immer wieder die nötige Tiefe, um das Phänomen in seinen vielen Ausprägungen verstehen zu können. Dass Gingeras die Ndrangheta nur knapp abhandelt, ebenso Deutschland, hält er für einen Mangel. Dafür bietet der Band eine enorme Faktenfülle und ein üppiges Literaturverzeichnis und kann als "luzide Gesamtschau" zum Thema durchgehen, meint Ulrich. Die vielen überraschenden Beispiel für die Verflechtungen zwischen Mafia, Politik und Wirtschaft findet er zudem verblüffend.
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