Herausgegeben von Insa Wilke. Schon als kleiner Junge hatte er immer einen gepackten Koffer unterm Bett. Aus dem kleinen Jungen ist ein großer Reisender geworden und ein begnadeter Erzähler. Ob Tokio, der Kongo oder Afghanistan, von überall brachte Roger Willemsen Geschichten mit. Das Reisen bedeutete ihm aber weit mehr. Dieser Band erzählt davon und von seiner Sehnsucht nach der Fremde.
Rezensionsnotiz zu
Frankfurter Allgemeine Zeitung, 06.02.2021
Dieser Band widmet sich den Spuren, die das Reisen in Roger Willemsens Werk hinterlassen hat, erklärt Rezensent Tilman Spreckelsen: Reportagen über verschiedenste Länder und Orte, aber auch Essays zum Thema allgemein und Unveröffentlichtes sind hier versammelt, erfahren wir, darunter etwa eine Feier des Nordens als Reiseziel, deren Begeisterung den Kritiker regelrecht angesteckt hat. Sein Fazit: Das Buch zeugt aufs Schönste von der beeindruckenden Aufbruchsbereitschaft, die Willemsens gesamtes Werk kennzeichnet.
Caroline Wahl: 1999 Meter über dem Meer Der Selbstfindungstrip nach Bali? Samara hat niemanden gefunden. Die hippe Agentur in Berlin-Mitte? So öde wie irgendein anderer Job. Samara weiß, was sie alles nicht mehr… Valeria Gordeev: Die Zikade entschlüpft ihrer goldglänzenden Hülle Konstantin und Lada haben den Kontakt verloren. Während Konstantin in einem unterirdischen Forschungslabor festsitzt, das Lenins Leichnam konserviert, kämpft seine Schwester… Dana Vowinckel: Anton und Alma Anton und Alma lernen sich bei einem Schüleraustausch in der Bretagne kennen. Jahre später treffen sie sich auf einer Party wieder. Beide kommen aus Berlin und studieren… Shida Bazyar: Die Lücken Heimesbach im Hunsrück ist ein fiktiver Ort, an dem sich neunzig Jahre deutscher Geschichte in die Mauern und Biografien eingenistet haben. Es ist eine Gemeinde, die ihre…