Die Gespräche führte der belgische Journalist Philippe Derivier. Aus dem Französischen von Erich Wolfgang Skawara. Paul Nizons Bücher handeln vom Kampf des Schriftstellers um den Roman, von totalem Einsatz, vollständiger Einsamkeit, vom Überdauern und Resistieren. Sie handeln von Körperlichkeit, Erotik, Passionen, sie jagen dem Atem des Lebens und dem Glück nach. Der 1929 in Bern als Sohn eines russischen Emigranten und einer Bernerin geborene Nizon investierte alles ins Schreiben und blieb dem Unterwegssein verpflichtet. Canetti war sein Trauzeuge, Siegfried Unseld sein Verleger, Frisch und Dürrenmatt seine Freunde. Sein Roman "Das Jahr der Liebe" wurde in Frankreich als bestes fremdsprachiges Buch ausgezeichnet und wird gerade verfilmt. Die Republik Nizon beleuchtet bislang unbekannte Facetten des Lebens und der Poetik dieses Solitärs in der deutschsprachigen Literatur. Das Buch wird ergänzt durch einen Essay zu Leben und Werk des Autors von Stefan Gmünder (Literaturredakteur der Zeitung Der Standard), durch zahlreiche Photographien (u. a. aus dem Privatarchiv des Autors) und eine umfangreiche Bibliographie.
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