Mit CD-ROM. In englischer Sprache und mit zahlreichen, teils farbigen Abbildungen. Trotz seiner kalligraphischen Traditionen sind der arabische Kulturraum und Persien für viele nach wie vor weiße Flecke auf der aktuellen Landkarte grafischer Gestaltung. Dabei beginnen sich gerade jetzt, junge Gestalter zu emanzipieren und einen eigenen, spannenden Weg zwischen lokaler visueller Tradition und modernem internationalem Stil zu beschreiten. "Arabesque" beschreibt das gestalterische Potenzial dieser Regionen und zeigt Beispiele zeitgenössischen Designs, die von der Reichhaltigkeit visueller arabischer und persischer Kultur inspiriert sowie gleichzeitig innovativ und zukunftsweisend sind.
Rezensionsnotiz zu
Süddeutsche Zeitung, 23.09.2008
Sehr angeregt bespricht Johannes Thumfart diesen Band, der sowohl einen Überblick über neueste Tendenzen der arabischen Kalligrafie als auch - und dies ist vielleicht noch wichtiger - der arabischen Gebrauchstypografie biete. Hier stellen sich der arabischen Schrift, die immer noch im wesentlich eine Schreibschrift sei, ganz erhebliche Probleme, erläutert der Rezensent. Darum hebt er besonders lobend die im Band präsentierten Lösungsvorschläge zu einer Harmonisierung arabischer und lateinischer Schriften hervor: ein Problem in Ländern, wo es neben dem Arabischen noch eine zweite Amtssprache gebe, oder wenn beide Schriften etwa in Broschüren oder Publikationen parallel anwendbar sein sollen.
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