Bastian Schweinsteiger, der Held des WM-Finales 2014 in Rio, ist auch der Held des neuen Romans von Martin Suter. Der Autor erzählt uns Wahres und fast Wahres aus dem Leben des Mannes, dem es nicht in die Wiege gelegt war, alles zu erreichen, was man als Fußballer erreichen kann. Und er verrät uns auch, wie Basti dennoch so erfolgreich wurde. Nur so viel sei verraten: nicht aus Ehrgeiz. Aus Freude am Erfolg.
Rezensionsnotiz zu
Frankfurter Allgemeine Zeitung, 26.01.2022
Rezensent Matthias Alexander kann nichts anfangen mit Martin Suters als Roman ausgewiesener Biografie über Bastian Schweinsteiger. Die fußballerischen Episoden im Buch kennt jeder Fan, der Autor allerdings nur vom Hörensagen, ätzt Alexander. Dass Suter kein Fußball-Aficionado ist, riecht der Rezensent 100 Meter gegen den Wind. Immerhin kann er schreiben, gibt er zu. Als Roman taugt das Buch deswegen aber noch lange nicht, meint Alexander, die Figuren am Rand von Schweinsteigers Lebensweg bleiben so blass wie das Papier, auf dem Suter nicht mal versucht, Schweinsteigers Vita eine dramatische Kante zu geben. Nichts zu machen, Schweini ist so rechtschaffen und glücksbegabt, dass sein Leben höchstens zur Liebesschmonzette taugt, aber nicht zum Pageturner, findet Alexander.
Rezensionsnotiz zu
Süddeutsche Zeitung, 26.01.2022
Interessant an der Biografie des Fußballers Bastian Schweinsteiger ist für Rezensent Andreas Bernard eigentlich das Unerwartete, Unwahrscheinliche. Dass aus einem blondierten Voralpen-Hallodri ein Weltklassefußballer wird, war eben keine ausgemachte Sache. Leider muss Martin Suter in seiner Auftragsarbeit weismachen, dass es sich bei dieser Karriere um einen vorgezeichneten Weg handelt. Das erscheint Bernard für einen Roman ziemlich witzlos. Auch die brave Nacherzählung von idyllischer Kindheit, umjubelten Torerfolgen, standesgemäßer Beziehung und Immobilienkäufen rund um den Globus reißt den Rezensenten nicht gerade vom Hocker. Für Bernard ist diese bestellte Hagiografie nur ein weiterer Beleg für Schweinsteigers "Willen zu Selbstmonumentalisierung".
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