Rezensionsnotiz zu
Neue Zürcher Zeitung, 03.07.2003
Mit dem Buch "Aufgeklappt", einem literarischen Porträt über Ferdinand Sauter, hat Ludwig Laher kürzlich seine Trilogie "abseitiger Künstlerbiografien" abgeschlossen, informiert Rezensent Samuel Moser. Sauter zählte wohl nie zu den Großen, er ist eher als "Stehgreifdichter in den Kneipen" bekannt, meint Moser. Nun hat Laher auch einen Band mit eigenen Gedichten veröffentlicht. Der Rezensent entdeckt darin Spuren von Sauters Lyrik, allerdings komme "das Zeit- und Selbstkritische darin nicht mehr so geschmeidig und still daher" wie bei Sauter. Lahers Gedichte werden die Zeit wohl ebenso wenig überdauern wie die Werke seines Vorbilds. Vielleicht aber, so unser Rezensent leicht melancholisch, ist es genau das, was Laher von Sauter lernen will: "Wie lebt man mit der eigenen Vergänglichkeit?"
Caroline Wahl: 1999 Meter über dem Meer Der Selbstfindungstrip nach Bali? Samara hat niemanden gefunden. Die hippe Agentur in Berlin-Mitte? So öde wie irgendein anderer Job. Samara weiß, was sie alles nicht mehr… Valeria Gordeev: Die Zikade entschlüpft ihrer goldglänzenden Hülle Konstantin und Lada haben den Kontakt verloren. Während Konstantin in einem unterirdischen Forschungslabor festsitzt, das Lenins Leichnam konserviert, kämpft seine Schwester… Dana Vowinckel: Anton und Alma Anton und Alma lernen sich bei einem Schüleraustausch in der Bretagne kennen. Jahre später treffen sie sich auf einer Party wieder. Beide kommen aus Berlin und studieren… Shida Bazyar: Die Lücken Heimesbach im Hunsrück ist ein fiktiver Ort, an dem sich neunzig Jahre deutscher Geschichte in die Mauern und Biografien eingenistet haben. Es ist eine Gemeinde, die ihre…