Rezensionsnotiz zu
Frankfurter Allgemeine Zeitung, 27.01.2011
Joseph Croitoru findet es sehr begrüßenswert, dass sich der erste Band der "Kleinen rumänischen Bibliothek" der Achilla Presse dem hierzulande kaum bekannten Ioan Grosan widmet. Schon die Debüterzählung "Die Kinokarawane" von 1985, die einen Propagandavorstoß in ein fast verlassenes rumänisches Dorf beschreibt, zeichnet sich durch Grosans komplexe Charakterzeichnungen und seinen Humor aus, wie der Rezensent lobt. Auch wenn die Erzählung ganz offensichtlich parodistisch sein soll, fasziniert Croitoru besonders die realistische Zeichnung des sozialistischen Alltags. Die zweite Erzählung des Bandes, "Der Nachtzug", überzeugt ihn ebenfalls durch ihren "skurrilen" Humor vermischt mit realitätsnahen Schilderungen. Und in der letzten Erzählung "Heranwachsen" entdeckt der Rezensent zudem Grosans "lyrisches Gespür", das er nur hin und wieder etwas zu sehr kultiviert sieht.
Caroline Wahl: 1999 Meter über dem Meer Der Selbstfindungstrip nach Bali? Samara hat niemanden gefunden. Die hippe Agentur in Berlin-Mitte? So öde wie irgendein anderer Job. Samara weiß, was sie alles nicht mehr… Valeria Gordeev: Die Zikade entschlüpft ihrer goldglänzenden Hülle Konstantin und Lada haben den Kontakt verloren. Während Konstantin in einem unterirdischen Forschungslabor festsitzt, das Lenins Leichnam konserviert, kämpft seine Schwester… Dana Vowinckel: Anton und Alma Anton und Alma lernen sich bei einem Schüleraustausch in der Bretagne kennen. Jahre später treffen sie sich auf einer Party wieder. Beide kommen aus Berlin und studieren… Shida Bazyar: Die Lücken Heimesbach im Hunsrück ist ein fiktiver Ort, an dem sich neunzig Jahre deutscher Geschichte in die Mauern und Biografien eingenistet haben. Es ist eine Gemeinde, die ihre…