Rezensionsnotiz zu
Neue Zürcher Zeitung, 16.05.2000
Als einen gewissenhaften, wohlmeinenden und doch auch kritischen Beobachter bezeichnet Bernd M. Malunat den Journalisten Heribert Prantl, Ressortchef der "Innenpolitik" bei der Süddeutschen Zeitung, der ein Jahr nach der Wahl der rot-grünen Regierung "Eine erste Bilanz" zieht. Die Sympathieeinbuße, die beide Parteien nach ihrem Regierungsantritt hinnehmen mussten, hängt nach Prantl mit der neuen programmatischen Ausrichtung der SPD zum Neoliberalismus und dem Verlust der Streitkultur bei den Grünen zusammen. Prantl hält der Regierungskoalition einen Spiegel vor, schreibt Malunat, in dem sie sich anschauen kann, "wofür sie angetreten und was davon noch zu erledigen ist." Was das im einzelnen ist, erwähnt Malunat in seiner Besprechung nicht.
Caroline Wahl: 1999 Meter über dem Meer Der Selbstfindungstrip nach Bali? Samara hat niemanden gefunden. Die hippe Agentur in Berlin-Mitte? So öde wie irgendein anderer Job. Samara weiß, was sie alles nicht mehr… Valeria Gordeev: Die Zikade entschlüpft ihrer goldglänzenden Hülle Konstantin und Lada haben den Kontakt verloren. Während Konstantin in einem unterirdischen Forschungslabor festsitzt, das Lenins Leichnam konserviert, kämpft seine Schwester… Dana Vowinckel: Anton und Alma Anton und Alma lernen sich bei einem Schüleraustausch in der Bretagne kennen. Jahre später treffen sie sich auf einer Party wieder. Beide kommen aus Berlin und studieren… Shida Bazyar: Die Lücken Heimesbach im Hunsrück ist ein fiktiver Ort, an dem sich neunzig Jahre deutscher Geschichte in die Mauern und Biografien eingenistet haben. Es ist eine Gemeinde, die ihre…