Aus dem Englischen von Gabriele Gockel, Robert Weiß, Thomas Wollermann und Maria Zybak. Der 6. Juni 2013 markiert nichts weniger als eine Zeitenwende - den Übergang vom freien Internet zum totalitären. Im "Guardian" deckte der Jurist und Journalist Glenn Greenwald auf, was der Ex-Geheimdienstmitarbeiter Edward Snowden ihm anvertraut hat. Die amerikanische Sicherheitsbehörde NSA überwacht und speichert weltweit jede Form der digitalen Kommunikation. Die Daten-Server von Google, Yahoo, Microsoft und Facebook werden gegen Bezahlung systematisch abgesaugt. Alle Verschlüsselungstechniken können umgangen werden. Der globale Finanztransfer ist voll einsehbar. Und: Snowdens Dokumente belegen auch, dass die deutsche Regierung hierüber informiert war. Detailliert analysiert Greenwald die Hintergründe des NSA-Skandals und die Folgen für uns alle. Die totale Überwachung ist längst Realität. Es gibt keine Privatsphäre mehr. Die Grundrechte werden im Namen der Sicherheit eingeschränkt.
Rezensionsnotiz zu
Süddeutsche Zeitung, 15.05.2014
Sehr genau beschreibt Andrian Kreye in seiner Besprechung die Wirkungsweise des Buches, das ihn fesselt, aber auch fassungslos macht. Laut Kreye gelingt es dem Journalisten Glenn Greenwald nicht nur, die Spannung spürbar zu machen, die ihn erfasste, als er Edward Snowden zum ersten Mal traf und die Tragweite seiner Kenntnisse erkannte, der Autor vermag es auch, dem Leser komplexe und trockene technische Einzelheiten auseinanderzusetzen, die nötig sind, um zu verstehen. Die Kontextualisierung der ersten Enthüllungsphase hält Kreye für immmens wichtig, weil daraus alles Weitere folgt. Daran, dass die Zusammenarbeit zwischen Greenwald und Snowden, zwischen Dramaturg und Regisseur eines Thrillers, wie Kreye schreibt, ein Glücksfall war, hat der Rezensent spätestens nach dieser Lektüre keinen Zweifel mehr, die ihn mittels eines linearen Spannungsbogens atemlos folgen lässt und ihm Snowden als Archetyp des netzsozialisierten Freiheitskämpfers so nahe bringt wie nie.
Rezensionsnotiz zu
Frankfurter Allgemeine Zeitung, 13.05.2014
Die Frage, die sich Stefan Schulz am Ende der Lektüre stellt, lautet: Was geschieht mit Snowden? Mit der Beantwortung nämlich scheint sich für ihn zu entscheiden, wohin die Gesellschaft geht - hin zu Individualität, Kreativität und Mut oder in die totale Überwachung. Das Buch des Journalisten Glenn Greenwald über seinen Informanten Edward Snowden begreift Schulz als gut geschriebenes Enthüllungsbuch der ganz wichtigen Sorte, jedoch mit wenigen inhaltlichen Neuigkeiten. Erschreckend bleiben die Fakten für Schulz aber. Etwa wenn Greenwald beschreibt, wie er Snowden das erste Mal trifft. Kein Heldendenkmal sieht Schulz in dem Buch, sondern eine Einführung in die Welt der elektronischen Überwachung und eine Anklage gegen das US-Mediensystem, mit der der Autor unter anderem klarstellt, wozu die NSA in der Lage ist und wie sie als politisches Mittel Verwendung findet.
Caroline Wahl: 1999 Meter über dem Meer Der Selbstfindungstrip nach Bali? Samara hat niemanden gefunden. Die hippe Agentur in Berlin-Mitte? So öde wie irgendein anderer Job. Samara weiß, was sie alles nicht mehr… Valeria Gordeev: Die Zikade entschlüpft ihrer goldglänzenden Hülle Konstantin und Lada haben den Kontakt verloren. Während Konstantin in einem unterirdischen Forschungslabor festsitzt, das Lenins Leichnam konserviert, kämpft seine Schwester… Dana Vowinckel: Anton und Alma Anton und Alma lernen sich bei einem Schüleraustausch in der Bretagne kennen. Jahre später treffen sie sich auf einer Party wieder. Beide kommen aus Berlin und studieren… Shida Bazyar: Die Lücken Heimesbach im Hunsrück ist ein fiktiver Ort, an dem sich neunzig Jahre deutscher Geschichte in die Mauern und Biografien eingenistet haben. Es ist eine Gemeinde, die ihre…