Aus dem amerikanischen Englisch von Franz Hofner. Von der Kindheit in der Arbeiterklasse im ländlichen Michigan bis hin zu den gefährlichen Verlockungen von New York City: Virtuos bewegt sich Diane Seuss durch Gedanken und Zeit, Poesie und Punk, AIDS und Sucht, Glaube und Mutterschaft. Neben der eigenen Biografie spielen ihr Sohn, dessen Drogensucht und Selbstmordversuch, der frühe Tod des Vaters und eine distanzierte Mutter sowie ein an Aids verstorbener naher Freund eine Rolle. Trotz drastischer biografischer Erfahrungen verliert Seuss nicht den Humor.
Rezensionsnotiz zu
Frankfurter Allgemeine Zeitung, 12.08.2023
Rezensent Tobias Döring zieht die lustvolle Sprache von Diane Seuss in ihren Bann. Die Sonettform eignet sich die Autorin laut Döring gekonnt an, indem sie mit Binnenreimen, Assonanzen, aber ohne Endreime arbeitet. So "wundersam" die Form auf diese Weise wird, so vielfältig findet der Rezensent die Themen: Alltag vor allem mit all seinen Ausprägungen der Lust und des Leids. Auch die Übersetzung funktioniert, versichert Döring. Willkommen in der amerikanischen Gegenwartslyrik, meint er.
Rezensionsnotiz zu
Süddeutsche Zeitung, 30.05.2023
Rezensentin Lea Schneider freut sich über die zweisprachige Ausgabe der Gedichte von Diane Seuss in der gelungenen Übertragung durch Franz Hofner. Wie die Dichterin die eigentlich konservative Sonett-Form bis an die Grenzen dehnt, um über Armut, häusliche und sexualisierte Gewalt zu schreiben, das findet Schneider lesenswert. Unprätentiös, voller Wortwitz und Reimkunststücke bleiben die Texte dennoch ganz nah am realen Geschehen, staunt Schneider.
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