Herausgegeben und mit einem Nachwort von Ludwig Hartinger. Aus dem Polnischen von Doreen Daume.
Rezensionsnotiz zu
Neue Zürcher Zeitung, 28.05.2005
Der Pole Andrzej Kopacki hat sich als Vermittler deutscher Literatur in Polen verdient gemacht - und wird nun auch in Deutschland als Lyriker bekannt, informiert uns Rezensentin Christiane Zintzen. Dieser Band, dessen Titel sich auf die mittelalterlichen Heldenepen ebenso wie aufs Gestische bezieht, besteht aus 24 Gedichten, die den Tageskreis abschreiten. Die Tendenz der Überhöhung des Alltäglichen zum "All-Tag" ist für Zintzen nicht zu übersehen. Die Rezensentin scheint leise Zweifel am "Kunstwollen" des Autors anzudeuten, erkennt dann aber doch die Absicht, die "Poesie als utopische Geste" inmitten allgegenwärtiger Zerstreuung zu bewahren.
Caroline Wahl: 1999 Meter über dem Meer Der Selbstfindungstrip nach Bali? Samara hat niemanden gefunden. Die hippe Agentur in Berlin-Mitte? So öde wie irgendein anderer Job. Samara weiß, was sie alles nicht mehr… Valeria Gordeev: Die Zikade entschlüpft ihrer goldglänzenden Hülle Konstantin und Lada haben den Kontakt verloren. Während Konstantin in einem unterirdischen Forschungslabor festsitzt, das Lenins Leichnam konserviert, kämpft seine Schwester… Dana Vowinckel: Anton und Alma Anton und Alma lernen sich bei einem Schüleraustausch in der Bretagne kennen. Jahre später treffen sie sich auf einer Party wieder. Beide kommen aus Berlin und studieren… Shida Bazyar: Die Lücken Heimesbach im Hunsrück ist ein fiktiver Ort, an dem sich neunzig Jahre deutscher Geschichte in die Mauern und Biografien eingenistet haben. Es ist eine Gemeinde, die ihre…