Aus dem Amerikanischen von Wibke Kuhn. Diese Frau dürfte es eigentlich nicht geben: Zum sexy Abendkleid stopft sie sich eine Handvoll Fritten in den Mund, und ihr ernsthaftes feministisches Anliegen bekräftigt sie mit einem nachgeschobenen Witz über Gruppensex. Amy Schumer liebt die Provokation und ist zugleich ein Mensch, mit dem man in einer schummerigen Bar vortrefflich über das Leben philosophieren könnte. Nach einer Kindheit mit Penthouse und Privatschule macht sie als Teenager die Erfahrung des sozialen Abstiegs. Krankheit und Geldnot zerstören die Ehe ihrer Eltern, und Amy beschließt, der Tristesse mit Humor und Ladendiebstahl zu trotzen. "
Rezensionsnotiz zu
Die Zeit, 13.10.2016
Eva Bucher ist bekennender Amy-Schumer-Fan und gerade deshalb hätte sie dem amerikanischen Comedy-Superstar gern von diesem Buch abgeraten. Zwar gefallen der Kritikerin das Tempo und die zahlreichen Gattungswechsel, etwa wenn Schumer zwischen ihren Berichten über verfehlte Körperideale, den Bankrott der Eltern oder den Aufstieg in den Comedy-Olymp wunderbar selbstironische Tagebuch-Einträge oder einen Brief an ihre Vagina mischt. Allerdings erscheint die schreibende Amy wesentlich braver und moralischer als die Bühnenfigur, bemängelt die Rezensentin, die sich mehr Frivolität und weniger klassische Autobiografie gewünscht hätte. Und dass das Buch in Deutschland nicht originalgetreu als "Das Mädchen mit dem Arschgeweih" erschienen ist, versteht die Kritikerin ohnehin nicht.
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