Perlentaucher - Online Kulturmagazin mit Presseschau, Rezensionen, Feuilleton

zuletzt aktualisiert 25.08.2026, 14.09 Uhr
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Aus dem Archiv
  • Perlentaucher-Debatte Literaturkritik im Netz: Angestoßen von Wolfram Schütte. Mit Beiträgen von Sieglinde Geisel, Jan Dress und anderen
  • Daniele Dell'Agli: Aufruhr im Zwischenreich: Plädoyer für eine Befreiung des Themas Sterbehilfe aus dem Griff der Politik und mit ihr paktierender Verbandseliten
  • Monotheismus-Debatte im Perlentaucher: Angestoßen von Jan Assmann. Mit Beiträgen von Klaus Müller, Peter Sloterdijk und anderen
  • Die Beschneidungsdebatte: im Perlentaucher und in anderen Medien
  • Debatte "Islam in Europa": Mit Beiträgen von Pascal Bruckner, Ian Buruma, Necla Kelek, Lars Gustafsson, Adam Krzeminski, Bassam Tibi u.a.
  • Der dänische Karikaturenstreit: Eine europäische Presseschau
  • Die Walser-Affäre: Der Streit um Martin Walsers Roman "Tod eines Kritikers"
  • Der 11.September: Eine Presseschau
  • Fallende Blätter: Zur Lage des Feuilletons heute
Perlentaucher-Autoren
  • Götz Aly
  • Elke Schmitter
  • Angela Schader
  • Marie Luise Knott
  • Thierry Chervel
  • Benita Berthmann
  • Lukas Pazzini
  • Thekla Dannenberg
  • Lukas Foerster
  • Thomas Groh
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  • Jürgen Habermas
  • Richard Herzinger
  • Necla Kelek
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  • Arno Widmann
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Perlentaucher-Fakten

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Rezensionsnotizen
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Bücher
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Buchautoren

Übersicht

IM KINO

Baden im flachen Wasser

19.08.2026. Berlin, janz weit draußen: Zwischen Badeseen und Baumärkten schlägt sich der 16-jährige Ilay durch einen trägen Sommer. Saša Vajdas "The Lights, They Sleep" ist durchweg durchdacht und klug komponiert. Gleichzeitig würde man den arg kommunikationsscheuen Film auch immer wieder gern aus der Reserve locken. Von Lukas Foerster. Mehr...

IM KINO

Auf links gedrehtes Dinosaurierland

11.08.2026. Wo einst Langeweile gähnte, wüten plötzlich Dinosaurier: David Robert Mitchells schöner Sommerblockbuster "The End of Oak Street" inszeniert in bester Spielberg-Manier den Einbruch des Bedrohlichen in in den amerikanischen Vorstadt-Alltag. Von Kamil Moll. Mehr...

IM KINO

Theater der Blicke, Theater der Gesten

11.08.2026. Eine Absolutistin, eine Pragmatikerin und eine Freubeuterin der Liebe stehen im Zentrum von "Drei Freundinnen". Emmanuel Mourets meisterlicher neuer Film zeigt, wie komplex Angelegenheiten des Gefühls sind, wenn man ihnen offenherzig und ohne moralistische Scheuklappen nachspürt. Von Lukas Foerster. Mehr...

IM KINO

Am Ende fordert der Wald sein Recht

05.08.2026. Zu laut, zu behaart und es schläft nicht: Irgendwas stimmt nicht mit dem Kind, das in finnischen Wäldern aufwächst. Hanna Bergholms Horrorfilm "Nightborn" zeigt das Unheimliche in einem klassisch freudianischen Sinne: als das verdrängte Eigene.  Von Benjamin Moldenhauer. Mehr...

IM KINO

Geisterhafte Fast-Präsenz

05.08.2026. Das Nachleben eines Menschen in den Leben dreier anderer: Sandra Wollners in Cannes gefeierter "Everytime" zeigt, dass der Tod nicht das Ende ist. Dennoch hebt der Film erst richtig ab, wenn er von Berlin nach Teneriffa wechselt und aus Trauerarbeit Trauerdelirium wird. Von Lukas Foerster. Mehr...

IM KINO

Direkt ins Auge des Vogels

22.07.2026. In der Begegnung mit dem Habicht Mabel wird eine Naturwissenschaftlerin selbst zum komischen Vogel: Philippa Lowthorpes "H wie Habicht" erzählt, basierend auf dem Sachbuchbestseller Helen Macdonalds, von einer Frau und ihrem Anti-Haustier. Der Film verwildert im Blick auf den Raubvogel selbst nicht - und rührt doch an Grundsätzlichem. Von Lukas Foerster. Mehr...
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Archiv: Presseschauen

Speziell für Teenager-Mädchen zum Verweilen

25.08.2026.Iran heuert weltweit "billige Kriminelle" an, um Exil-Iraner zu bedrohen oder zu töten, berichtet der New Yorker. Eurozine erklärt, wie geschlechtersensible Stadtplanung funktioniert. Art Spiegelman im Guardian und Jan-Werner Müller im Merkur blicken auf die verheerende Zerstörung der Demokratie unter Trump. Bei Hlidaci Pes erinnert der tschechische Historiker Prokop Tomek an die Beteiligung der DDR am Einmarsch der Warschauer-Pakt-Truppen in die Tschechoslowakei. Und New Lines reist in eines der größten Ölfördergebiete Südsudans, eine wichtige Zufluchtsstätte für Sudanesen, in der das Wasser von giftigen Schwermetallen kontaminiert ist.

Wurde schon die Pauke erwähnt?

25.08.2026.Die taz vernimmt in einer Bochumer Ausstellung der Neofluxus-Künstler Ei Arakawa-Nash und Yuko Mohri das "beharrlich-fordernde Trommeln der Katastrophe". Die Kunsthistorikerin Julia Voss erklärt bei Zeit Online mit Blick auf die deutsche Geschichte, warum Berlin bisher noch keine Porträtgalerie hat. Die SZ fliegt mit den Livealben des Jazzsaxofonisten Immanuel Wilkins in die harmonischen Tiefebenen der Ekstase. Die FAZ untersucht Thomas Manns Verhältnis zur Populärkultur. 

Archiv: Bücher

Fahrerlaubnis, Margonwasser, Kraxe

25.08.2026.Die FAZ öffnet mit Vergnügen Ingo Schulzes literarische Matrjoschka "Das Wasser im August". Außerdem spürt sie in den Versen der deutsch-dänischen Autorin Liv Thastum fernen Sagen nach. Die NZZ freut sich über Suspense aus dem Einzelhandelsmilieu in Yael Inokais Krimi über einen ermordeten Kaufhausboss. Die taz ist beeindruckt von Kobai Halstenbergs Oral History, in der obdachlose Jugendliche ihre Geschichte erzählen. Dlf Kultur empfiehlt Ilse Losas autobiografischen Roman, in dem sie von ihrer eigenen Flucht aus Nazideutschland nach Portugal erzält. 

Sinn für Schlamassel

24.08.2026.Die FAZ lässt mit Johanna Schaibles Kinderbuch Sonne und Mond aufgehen. Mit Hannah Ritchie wappnet sie sich für eine Diskussion mit Klimaskeptikern. Die FR empfiehlt wärmstens den Roman "Glaszeit" von Leh Wei Liao über eine Ärztin in Taipeh. Die NZZ plädiert mit Corine Pelluchon für eine weibliche Ethik. Die SZ will sich von Isabel Allende nichts über das Schreiben beibringen lassen, aber genießt Anekdoten aus ihrem Leben. Die taz klärt mit Jean-Luc Fromental und Yslaire einen Mord im finsteren Brüssel zur Zeit der deutschen Besatzung auf. 

Archiv: Magazin

Jene mühsam erkämpfte Freiheit

28.07.2026.Nach dem CSD-Attentat fragen die Medien nach einem möglichen Versagen der Behörden, zu diesem Zeitpunkt sicher zurecht. Aber das eigentliche Versagen lag vorher. Der Attentäter Abdul Ballout war Deutscher. Er sprach Deutsch. Er ist auf deutsche Schulen gegangen. Er wurde von deutschen Lehrern betreut. Ballout ist trotz seiner deutschen Sozialisierung abgedriftet. Was sagt das über die Qualität der Sozialisierung? Über einen Elefanten im Raum.

Zwischenredestromland

21.07.2026.Der Perlentaucher hat mit "Toledo", dem Programm des Deutschen Übersetzerfonds, eine neue Kolumne - "Mind the Gap" gestartet: Hier geht's ums Übersetzen im Zeitalter der Künstlichen Intelligenz. Im zweiten Teil der Kolumne schreibt die Russisch-Übersetzerin Olga Radetzkaja: "Es sollte mich nicht wundern, wenn gerade übersetzte Literatur wegen der Extraportion Leben, die sie enthält, zum begehrtesten Rohmaterial zählt, mit dem die synthetischen Gehirne der großen Sprachmodelle gefüttert werden."

BuchLink: Aktuelle Leseproben. In Kooperation mit den Verlagen (Info)

Julia von Lucadou. Zeiten erhöhter Gefahr - Roman. Hanser Berlin, Berlin, 2026.Julia von Lucadou: Zeiten erhöhter Gefahr
: Julia von Lucadou schreibt von den Abgründen der Verdrängung - über Angst, Verunsicherung, Trauma und Schutzbedürfnis.Nichts überlässt Jot, Mitte fünfzig, dem Zufall. Seine…
Andreas Mayer. Freud gegen den Strich - Eine andere Geschichte der Psychoanalyse. Matthes und Seitz, Berlin, 2026.Andreas Mayer: Freud gegen den Strich
1899 veröffentlicht Sigmund Freud "Die Traumdeutung". Darin notiert er seine eigenen Träume akribisch und analysiert sie anhand sorgsam ausgewählter biografischer Details.…
Isabel Allende. Unsere Geschichten - Über das Schreiben . Suhrkamp Verlag, Berlin, 2026.Isabel Allende: Unsere Geschichten
Aus dem Spanischen von Svenja Becker. Isabel Allende nimmt uns mit auf eine Abenteuerreise, dorthin, wo ihre Geschichten und Romane entstehen. Was ist überhaupt erzählenswert?…
Clemens J. Setz. Mein Leben als Noiseband - Erzählungen. Suhrkamp Verlag, Berlin, 2026.Clemens J. Setz: Mein Leben als Noiseband
Pauls Sprache ist Noise: monströs dahertosende Tracks, auf denen er mit verzerrter Stimme seine Verzweiflung hinausschreit. Abseits der Bühne herrscht Leere, niemand scheint…

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